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„Pergite ad dextram!“ – Ein Besuch im Römerkastell Saalburg

Auf ein besonderes Erlebnis blicken die 17 Schülerinnen und Schüler des Lateinkurses im Jahrgang G7 zurück: Nachdem sie zu Schuljahresbeginn gerade erst mit ihrer neuen zweiten Fremdsprache Latein begonnen hatten, unternahmen sie bereits gemeinsam mit ihrem Lateinlehrer Dirk Weidmann eine Tagesfahrt zum Römerkastell Saalburg am Limes bei Bad Homburg. Im Rahmen eines museumspädagogisch begleiteten Tagesprogramms erfuhr die Gruppe viel über das Leben im römischen Grenzgebiet und führte sogar einige antike Militärübungen wie Bogenschießen und das Bilden der bekannten „Schildkrötenformation“ selbst durch. Dabei wurde schnell klar, dass es nicht immer einfach ist, die knappen und schnell wechselnden lateinischen Befehle eines Centurios umzusetzen. Zur Belohnung erhielten alle Teilnehmenden jedoch am Ende des Tages ihren Sold, nämlich eine Nachbildung einer antiken Münze aus der Kaiserzeit.

Neben der Erkundung des Museumsareals lernte der Lateinkurs jedoch auch modische Trends und antike Beautytipps kennen. Besonders Mutige probierten in der „Taberna“ sogar typisch römisches Essen, gekocht nach antiken Rezepten, sodass mit der Fahrt auch eine kulinarische Horizonterweiterung verknüpft war.

Auf diese Weise motiviert, blickt die Gruppe den nächsten Unterrichtsstunden entgegen, in denen die Erlebnisse in einem Lernprozess-Portfolio dokumentiert und reflektiert werden. Neben der kreativen Sicherung wesentlicher Erkenntnisse bietet sich den Lernenden hier die Möglichkeit, einzelne Aspekte mithilfe eines in der Saalburg ausgeliehenen Museumskoffers individuell zu vertiefen und somit eigene Schwerpunkte im Lernprozess zu setzen, wie Lateinlehrer Dirk Weidmann abschließend betont.

Kleine Tierwelten zu Gast in der Kulturpause

Nachdem sie am Anfang der Woche bereits erfolgreich einen Flohmarkt zugunsten eines wohltätigen Zwecks organisiert hatten, nutzten die Klassen G5a und G5b zum Ende des laufenden Schuljahres noch einmal die Gelegenheit zur Gestaltung einer Kulturpause. Hier präsentierten sie in Form eines Gallery-Walks die zuvor im Deutschunterricht entstandenen Tierkisten, die im Zusammenhang mit dem Unterrichtsthema „Bericht“ erschaffen wurden. Hierbei erhielten alle Lernenden die Aufgabe, ein Tier näher zu beschreiben und für die sich jeweils anschließende Präsentation im Klassenverband eine kleine Kiste oder Schuhkarton zu gestalten, die mit dem Tier in Verbindung steht. Typischerweise wurde hier z.B. der Lebensraum des Tieres kreativ nachgebaut.

Besonders beliebt war bei den Lernenden das Präsentieren der eigenen Haustiere, über die die Lernenden während des Gallery-Walks in der Kulturpause bereitwillig Auskunft gaben. Nicht selten wurden die Beschreibungen im Gespräch durch lustige Anekdoten oder kleine Erlebnisberichte ergänzt.

Insgesamt freuten sich die Lerngruppen spürbar über das Interesse an ihren Tieren und nicht wenigen merkte man an, dass sie die öffentliche Präsentation ihrer liebevoll gestalteten Tierkisten zurecht mit Stolz erfüllte…

04.07.2025 / WD

Jahrgang G5 unterstützt Brunnenbau in Afrika

”Excuse me, how much is that book?“ – “Oh, it’s just € 1,50!” – “Cool, that’s a great bargain!”

Zum Start in die letzte Schulwoche vor den Sommerferien konnte auf dem Flur der benachbarten Klassenräume der G5a und G5b ein geschäftiges Treiben und intensives Feilschen beobachtet werden. Im Englischunterricht hatten sich beide Klassen in der vergangenen Woche mit typischen Redewendungen zum Thema „Kaufen und Verkaufen“ beschäftigt. Inspiriert von einer Geschichte im Englischlehrwerk reifte sodann schnell der Entschluss, einen kleinen klassenübergreifenden Flohmarkt zu organisieren, auf dem die Lernenden nicht mehr benötigtes Spielzeug, Bücher oder eigene Kunst- und Handwerkserzeugnisse verkaufen konnten. Auf Vorschlag der beiden Englischlehrkräfte sollte die Hälfte des individuell erzielten Erlöses im Nachhinein für einen wohltätigen Zweck gespendet werden, die restlichen Einnahmen verblieben hingegen bei den Lernenden.

Am Ende der Veranstaltung zeigten sich die beiden Englischlehrkräfte der Klassen – Claudia Dehne und Dirk Weidmann – erfreut darüber, dass mit dieser Aktion gut € 110,00 als Spendensumme erzielt wurden. Diese wird mit Zustimmung der beiden Klassen an das Projekt „WASH“ der „well:fair“-Stiftung des Fußballers Neven Subotic gespendet. Die Stiftung unterstützt damit den Bau von Wasserbrunnen in Afrika und ermöglicht damit vielen Menschen den ortsnahen und dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Welch große Bedeutung diesem Stiftungsanliegen zukommt, konnten alle am Flohmarkt Beteiligten bei den aktuell sommerlich-warmen Temperaturen schnell nachvollziehen…

01.07.2025 / WD

Aktiv gegen Cybermobbing vorgehen

„Bühne frei!“ hieß es am 28. Mai 2025 für den Ethikkurs der Klassen F5c, G5a und G5b. Im Unterricht hatten sich die Kursmitglieder zusammen mit ihrem Lehrer Pablo Niemeyer in den vergangenen Wochen mit dem Thema „Cybermobbing“ beschäftigt und gemeinsam verschiedene Strategien entwickelt, wie man sich als betroffene Schülerin oder betroffener Schüler hiergegen aktiv zur Wehr setzen kann. In Kleingruppen entwickelten die Kursmitglieder kreativ eigene Kurzgeschichten, in denen eine Person im Schulkontext Cybermobbing ausgesetzt ist. Dabei fingen sie erfolgreich die Gefühle der Mobbingopfer ein und führten den ca. 60 anwesenden Gästen vor Augen, welche Unterstützungsmöglichkeiten man im Ernstfall in Anspruch nehmen kann. Hier sind insbesondere der vertrauensvolle Kontakt zu Eltern, Lehrkräften und der Schulsozialarbeit (SiS) zu nennen, jedoch bietet z.B. auch die „Nummer gegen Kummer“ (Tel.: 116 111) eine zuverlässige und anonyme Erstberatung an.

Glücklicherweise konnte in dieser Kulturpause in den szenischen Spielen allen Betroffenen nachhaltig mit ihren Problemen weitergeholfen werden – es ist der besondere Wunsch des aufführenden Ethikkurses und der gesamten Schulgemeinde, dass dies im Ernstfall auch in der Realität für alle Betroffenen gelten möge. Hierfür stehen bei Bedarf das Beratungsteam der HGS, aber auch alle Lehrkräfte und die Schulleitungsmitglieder unserer Schule vertrauensvoll zur Verfügung.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Technik-AG der HGS, die sich im Vorfeld der Aufführung um die Bereitstellung der Tontechnik gekümmert hat, sowie – wie immer- unserem tollen Hausmeisterteam, welches die Aula auch für diese Veranstaltung mit passender Bestuhlung hergerichtet hat.

WD/01.06.2025

Bewegende Kulturpause erinnert an den „Tag der Befreiung“

Der 8. Mai 1945 ist ein Tag von großer Bedeutung für Deutschland und für ganz Europa, denn an diesem Tag endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Dieses Datum markiert somit das Ende von Krieg, Zerstörung und der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus. Aus Anlass des diesjährigen Gedenktages zum Gedenken des formalen Endes des Zweiten Weltkrieges gestalteten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen R10 und G10 gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Michéle Hilmes und Christin Scholle eine thematische Kulturpause, mit der sie der Schulgemeinde unterschiedliche Facetten des Zweiten Weltkrieges, insbesondere jedoch das Leid der Zivilbevölkerung der systematisch Verfolgten, ins Gedächtnis rufen wollten.

Nachdem bereits zu Beginn des Schultages im Rahmen einer Schweigeminute der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht wurde, eröffnete Mika Glaser (R10b) die Kulturpause mit einer kurzen Ansprache, in der er eindrucksvoll für eine aktive Haltung gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für Menschlichkeit warb. Seine Rede erntete viel Applaus der Anwesenden, die zum Teil sichtlich berührt von seinen Worten waren. Hiernach bot sich den Besucherinnen und Besuchern der Kulturpause die Möglichkeit, sich während eines „Museumsrundgangs“ an verschiedenen thematischen Stationen näher mit ausgewählten Facetten des Zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft auseinanderzusetzen.

Neben Postern und Kurzvorträgen stachen einige besonders kreative Beiträge hervor. Hierzu zählten zum einen der von einigen Schülern aus der Klasse R10b in ihrer Freizeit gestaltete Nachbau des KZs Buchwald aus Holz und Pappe, der zur weiteren unterrichtlichen Verwendung dankenswerterweise in der Schule verbleiben darf.

Zum anderen rief ein von den Lernenden gestalteter fiktiver Instagram-Account von Anne Frank großes Interesse hervor, in dem sie aus dem Geheimversteck Eindrücke von ihrem Alltag und ihren Eindrücken gepostet. Hier kamen u.a. auch KI-generierte Bilder zum Einsatz.

Auch eine sprachlich-inhaltlich am Kenntnisstand von Fünftklässlern ausgerichtete Präsentation zum Thema „Konzentrationslager“ verfehlte ihr Ziel nicht und soll nach Möglichkeit nach Möglichkeit noch einmal gezielt in den jüngeren Jahrgängen zum Einsatz kommen.

Der Koordinator der Kulturpausen, Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann, zeigte sich sehr angetan von der kreativen und zugleich emotionalen Auseinandersetzung mit diesem historisch bedeutsamen Thema und betonte zum Abschluss: „Der Nationalsozialismus war ein System, das Mitgefühl durch Verachtung und Menschlichkeit durch Grausamkeit ersetzt hat. Der heutige Gedenktag erinnert uns daran, dass Freiheit, Würde und Demokratie nicht selbstverständlich sind – und dass wir sie verteidigen müssen. Jeder von uns…“

„Klangwand“-Projekt in Darmstadt präsentiert

Während der Osterferien fand in Darmstadt die 78. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung (INMM) statt. Unter dem Oberthema „zugehören“ kamen hier Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Wissenschaft und Pädagogik zu einer viertägigen Tagung zusammen, um anhand von inner- und außermusikalischen Aspekten u.a. der Frage nachzugehen, wie Musizierpraktiken wie Community Music oder Social Composing musikalische Teilhabe ermöglichen.

Am dritten Veranstaltungstag erhielt die Heinrich-Grupe-Schule die Möglichkeit, im Rahmen des „Parcours der Möglichkeiten“ ihr Klangwand-Projekt vorzustellen. Hierzu reisten mit Frederik Weidmann (G7b) und Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann zwei Vertreter der HGS nach Darmstadt und standen den Tagungsteilnehmenden an ihrer Parcours-Station mit ihrer Schüler- bzw. Lehrerperspektive einen Nachmittag lang für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Das Klangwand-Projekt erfuhr während der Veranstaltung viel Beachtung und Lob, insbesondere für das ästhetische Potential und die vielschichtigen Möglichkeiten, über die Schulgrenzen hinaus kreativ mit anderen Kooperationspartner zusammenzuarbeiten. Das Vorhaben soll im Rahmen eines längeren Beitrags auch Eingang in den diesjährigen Tagungsband finden. Einen kleinen Eindruck von der Parcours-Station liefert der nachfolgende Film:

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Zum Veranstalter: Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt (INMM) ist eine weltweit einmalige Einrichtung zur Förderung Neuer Musik und als Forum des interdisziplinären Diskurses zwischen Produktion, Reproduktion und Reflexion innovativer künstlerischer Konzepte und ihrer musikpädagogischen Vermittlung. Im Rahmen seiner Frühjahrstagung schafft das Institut durch Konzerte, Vorträge, Seminare und Workshops Möglichkeiten der Information, der Diskussion und des Erfahrungsaustausches zwischen Aktiven aus den Bereichen Komposition, Interpretation, Wissenschaft und Pädagogik und einer musik- und kunstinteressierten Öffentlichkeit.

WD / Film: Frederik Weidmann

Kulturpausen begeistern erneut Zuschauer

Kurz vor den Osterferien fungierten erneut zwei Kulturpausen als Zuschauermagnete: Am Dienstagmittag wurde der Schulhof vor der Mensa bei strahlendem Sonnenschein zur Bühne, als in einer schulübergreifenden Kulturpause die Tanz-AG der benachbarten Burgbergschule ihren ersten Auftritt des Tages hatte. Kulturpausen begeistern erneut Zuschauer weiterlesen

„Apicius bittet zu Tisch!“- Projekttag „Römisch kochen“ im Jahrgang G8

Zu Beginn des neuen Schulhalbjahres erlebte der Lateinkurs der Jahrgangsstufe G8 im Rahmen eines Projekttages eine besondere Art des Lateinunterrichts: Anhand von überlieferten Kochrezepten wagten sich die Lernenden in der Lehrküche der Schule an die Zubereitung von authentischen Speisen aus der Römerzeit, die zu einem aufwendigen Buffet zusammengetragen wurden. Als Vorspeise wurden zunächst „Moretum“ (eine Schafskäse-Knoblauch-Kräuterpaste) sowie Eier in Honig-Liebstöckelsoße vorbereitet. Hierauf folgten als Hauptspeise ein Spargelauflauf, ein Hähnchen-Minze-Salat, gebratene Hähnchenschenkel mit Dattelsoße sowie eine antike Form der Frikadelle („Lucanicae“), für deren Zubereitung unter anderem Pinienkerne, eine Vielzahl an Kräutern und ein Hauch Fischsauce („Liquamen“) Verwendung fanden. Den Abschluss bildete als Dessert ein Birnenauflauf und sogenannte „Globuli“, i.e. kleine Bällchen aus Quark, Gries und Mohn, die in der Pfanne gebacken und mit Honig übergossen wurden.

Das außergewöhnliche Mahl stieß bei den Schülerinnen und Schüler auf ein positives Echo, und so wurde nicht nur der gute Geschmack gelobt, sondern auch die gute Stimmung beim gemeinsamen Kochen in kleinen Teams.

Zur Vorbereitung des Projekttages hatte sich der Lateinkurs zunächst mit der antiken Tischkultur und dem Rezeptbuch des römischen Feinschmeckers Apicius beschäftigt. Aufgeräumt wurde dabei u.a. mit dem Mythos, dass alle Römer im Liegen gegessen und vorwiegend Wein getrunken haben. Der Lateinlehrer der Gruppe, Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann, zeigte sich sehr erfreut über die engagierte Mitarbeit und das Interesse an diesem Unterrichtsprojekt: „Gerade im altsprachlichen Unterricht ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern Brücken in die antike Welt zu bauen. Mit praxisbezogenen Unterrichtsprojekten machen wir diese spannende Epoche erfahrbar und tragen somit zur Horizonterweiterung der Lernenden sowie zur Lebendigkeit dieser interessanten Kultur bei.“ Ein besonderer Dank gilt Frau Aydin vom Fachbereich Arbeitslehre, die sich bereit erklärt hatte, das Projekt in der Lehrküche tatkräftig zu unterstützen.

Wer neugierig auf die antiken Rezepte geworden ist, kann diese hier zum Nachkochen in der eigenen Küche herunterladen.

Panflöten, Orgelpfeifen und ein Klavier: Ungewöhnliche Spenden für die Klangwand-AG

Trommeln, (Pan-)Flöten, Vogellockrufpfeifen – vielschichtig sind die Spenden, welche die Klangwand-AG seit dem öffentlichen Spendenaufruf im Herbst 2024 aus der Bevölkerung erhalten hat. Jedes gespendete Objekt wird beim Bau des innovativen Klangkörpers seine Verwendung finden und am Ende zu einem kreativen Gesamtkunstwerk beitragen.

In den vergangenen Wochen haben die Mitglieder der Klangwand-AG die verschiedenen Gegenstände gründlich untersucht, inventarisiert und vermessen (und natürlich auch mit viel Freude ausprobiert!), damit diese im Rahmen der weiterführenden Projektarbeit sinnvoll in die Klangwand integriert werden können. Aufgrund der Vielzahl der inzwischen zum Bau zur Verfügung stehenden Instrumente und Objekte zeichnet sich ab, dass nicht nur eine fest-installierte Wand, sondern zusätzlich auch mindestens ein kleinerer Klangwand-Wagen entsteht, der ortsunabhängig eingesetzt werden kann. Hierdurch wird das künstlerische Potential der Klangwand noch erweitert.

Unter den verschiedenen Sachspenden haben drei Zuwendungen die Mitglieder der AG besonders erstaunt, wie Klangwand-Initiator und Gymnasialzweigleiter Dirk Weidmann herausstellt: Nachdem eine Kollegin bereits dankenswerterweise einige ausrangierte Metallpfeifen einer Kirchenorgel abgegeben hatte, fanden kurz darauf drei weitere Metall-Orgelpfeifen ihren Weg an die Heinrich-Grupe-Schule. Ein mitgeliefertes Zertifikat gibt Auskunft darüber, dass diese Orgelpfeifen im Jahr 1840 produziert und bis in die 1990er Jahre im benachbarten Hofgeismar in der St. Marienkirche zuverlässig ihren Dienst verrichtet hatten, bevor sie in Privatbesitz gelangten. Für dieses besondere Geschenk mit regionalem Bezug sind wir einem Hofgeismarer Bürger zu besonderem Dank verpflichtet.

Die vorgenannten Orgelpfeifen aus Metall werden durch eine Sachspende des Kasseler Klavier- und Cembalobaumeisters Stephan Cobré zufällig ergänzt: Cobré überließ der HGS vier Orgelpfeifen aus Holz, sodass die Orgelpfeifenfamilie auf diese Weise eine weitere Klangfarbe erhält und somit ihr Klangspektrum erweitert. Zur Freude des Gymnasialzweigleiters übergab der Kasseler Unternehmer der AG zudem 40 Klaviersaiten, die nunmehr ebenfalls in der Klangwand verbaut werden können.

Als besonderes Highlight der zukünftigen Klangwand ist schließlich ein ausrangiertes Steingraeber-Klavier zu nennen, welches unserer Schule von der „Kulturbunker Kassel gGmbH“ kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Dieses eignet sich in besonderer Weise für experimentelles Arbeiten, indem z.B. die Klaviersaiten mit Gummis, Metall und anderen Materialien präpariert und somit vollkommen neue Töne und Geräusche im Stil Experimenteller Musik produziert werden können.

Um nunmehr die konkrete Bauphase einzuleiten, werden derzeit Planungsgespräche mit lokalen Handwerksbetrieben geführt, welche beim komplexen Bau der Klangwand mit ihrer Expertise vielschichtig unterstützen werden.

Kulturpausenstart 2025: Mit Violine, Cello und Klavier ins neue Jahr

Kaum hat das neue Jahr begonnen, zeigt sich die Heinrich-Grupe-Schule bereits wieder von ihrer musikalischen Seite: Gleich zwei Kulturpausen mit instrumentalem Schwerpunkt entführten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer in den ersten Wochen nach den Weihnachtsferien in verschiedene Epochen und Genres.

Zum Auftakt in die diesjährige Kulturpausensaison wurden bereits am 20.01.2025 unter dem Titel „Cellikatessen“ schwungvolle Cellostücke aufgeführt. Frederik Weidmann (G7b) wählte für die von ihm gestaltete Kulturpause drei Werke aus drei verschiedenen Jahrhunderten aus und erfreute die Gäste zunächst solo mit dem Prelude aus Johann Sebastian Bachs „Suite Nr. 3“ in C-Dur (BWV 1009). Danach spielte er mit Klavierbegleitung ausdrucksstark das Allegro appassionato von Camille Saint-Saëns in h-moll (op. 43), bevor er seine Gäste an diesem kalten Wintertag mit dem „Libertango“ in e-moll von Astor Piazzolla abschließend nach Südamerika entführte. Die knapp 60 Besucherinnen und Besucher – unter ihnen dieses Mal sehr viele interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 und 6 – dankten ihm die gefühlvoll vorgetragenen Rhythmen zum Abschluss mit viel Applaus.

Am 28.01.2025 bereicherten sodann drei Interpretinnen und Interpreten mit unterschiedlichen Instrumenten den Schulalltag im Rahmen einer weiteren Kulturpause. Angelockt vom Titel „Musik in deinen Ohren“ fanden sich erneut gut 60 Zuhörerinnen und Zuhörer in der Neuen Aula ein und wurden zunächst von Hanne M. Kunz (G6b) mit zwei Stücken auf der Violine musikalisch begrüßt. Hanne begann mit dem Stück „Ayer’s Rock“ von Andy Rogers, kontrastiv gefolgt von einem heiteren Menuett des Barock-Komponisten Johann Sebastian Bach aus seiner zweiten Orchestersuite in b-moll (BWV 1067).

Nach Hanne trat als Gast von der benachbarten Burgberg-Grundschule Fabian Weidmann (4b) auf, der zunächst leidenschaftlich das Allegro aus Jean-Baptiste Brévals „Sonate“ in C-Dur aufführte, bevor er seinem Cello die Klänge von Antonio Vivaldis „Sonate Nr. 6“ in b-Dur entlockte.

Den Abschluss gestaltete Noemi J. Kunz (G7a), die auf dem Klavier das bekannte Pop-Lied „Another Love“ des britischen Sängers und Liedtexters Tom Odell aus dem Jahre 2012 präsentierte. Mit ihrem Spiel gelang es Noemi einige Zuhörerinnen zum spontanen Mitsummen zu bewegen und die Kulturpause stimmungsvoll und unter jubelndem Applaus zu beenden.

Allen vier aktiven Musikerinnen und Musikern der beiden Kulturpausen gebührt ein Kompliment dafür, dass sie sich mutig einer Aufführungssituation gestellt haben und insbesondere auch ein Dank dafür, dass sie das kulturelle Leben an der Heinrich-Grupe-Schule mit ihren Auftritten bereichert haben – gerne mehr davon!